Geschichte... Schneeschuhlaufen früher und heute

Der Ursprung der Schneeschuhe und wann sie erstmals gebraucht wurden, ist bis heute unbekannt. Man geht jedoch davon aus, dass die ersten Schneeschuhe bereits vor 6000 Jahren benutzt wurden und sowohl im hohen Norden wie auch im Kaukasus und bei den Mongolen ihren regen Gebrauch fanden. Indigene Stämme Amerikas gebrauchten eine Art Schneeschuhe, die einfachsten und primitivsten wurden im hohen Norden erfunden. Die Inuit hatten sogar zwei Formen, ein dreieckiges und ein rundes Modell. Die Eskimos bauten Holzrahmen und nutzten Häute von Seehunden. In Kanada flochten vor einigen Tausend Jahren steinzeitliche Jäger nach dem Vorbild von Bären- und Biberspuren erste Gehhilfen. Sie bogen Zweige, spannten Felle, Hautstreifen oder Sehnen dazwischen.

Je weiter entfernt vom hohen Norden genutzt, wurden die Schneeschuhe schmaler und länger; die längsten Schneeschuhe finden sich beim Indianervolk der Cree, sie sind fast zwei Meter lang. Die Schneeschuhe der Jäger der Alpen wurden ebenfalls aus Holzrahmen und Schnüren gebastelt, so konnten sie in die entlegendsten Winkel der tiefverschneiten Wälder und Almregionen zur Jagd und Wildfütterung vordringen. Die Schneeschuhe bekamen je nach Verwendungszweck ihre Form. Waren sie vorne nach oben gerichtet und hinten zu einem Schwanz geformt, eignete sich diese Konstruktion besonders gut zu für Rennen. Fürs Jagen oder Wandern waren sie weniger zu gebrauchen. Dazu waren die kleineren ovalen Formen der Jäger geradezu ideal.

Heutzutage wird der Schneeschuh meist als Sportgerät angesehen. Zwar werden Schneeschuhe in ihrer ursprünglichen Form und Herstellung immer noch von amerikanischen Ureinwohnern verkauft, die Sportindustrie hat aber im Bereich der Schneeschuhe eine enorme Entwicklung hinter sich. Classics werden heute Schneeschuhe genannt, welche zwar der ursprünglichen Form ähnlich sind, jedoch aus einem Aluminiumrahmen und bespannter Kunststoffhaut bestehen. Diese Art von Schneeschuhen ist robust.